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2018 - Surveillance Studies Preis 

Der Surveillance Studies-Preis 2018 wird in diesem Jahr geteilt und geht an die Fernsehjournalistinnen Svea Eckert und Jasmin Klofta, sowie an Harald Schumann und Elisa Simantke vom Tagesspiegel. Svea Eckert und Jasmin Klofta bekommen den Preis für ihren TV-Beitrag “Nackt im Netz” (ARD Panorama, 3.11.2016), in dem sie die Verfügbarkeit von personenbezogenen Informationen thematisieren. Beeindruckt hat die Jury vor allem die Art der Recherche sowie die Konfrontation von verschiedenen Betroffenen, insb. Bundestagsabgeordneten mit den Befunden.

Harald Schumann und Elisa Simantke werden prämiert für ihr Tagesspiegel-Dossier „Grenzenlose Überwachung“ (11.12.2016). Darin berichten sie von der technischen Aufrüstung an Europas Außengrenzen, welche weitgehend von der Öffentlichkeit unbeobachtet vor sich geht. Die Jury prämiert die außerordentliche Recherche zu diesem Thema sowie die Tiefe der analytischen Berichterstattung, die über das bloße Erzählen hinausgeht.

Außerdem erhält in diesem Jahr der Wiener Journalist Erich Moechel eine besondere Erwähnung der Jury, für seine jahrelange qualitativ hochwertige Arbeit und kritische Berichterstattung zu neuen Technologien und Überwachung. Dieser Preis ist nicht mit einem Preisgeld versehen.

Die Preisverleihung findet am 29. Januar 2018 in Hamburg statt. Die diesjährige Surveillance Studies-Lecture hält Professorin Dr. Judith Simon, Philosophin am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg. Die Verleihung ist Teil der Ringvorlesung „Daten, Algorithmen, Kontrolle der Zukunft“. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird vom Webmagazin Telepolis (www.telepolis.de) gestiftet.