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2018 - Surveillance Studies Preis 

Der Surveillance Studies-Preis 2018 geht dieses Jahr u.a. an das Projekt #nacktimnetz von Svea Eckert und Jasmin Klofta. Es zeigt, wie Millionen von Deutschen durch Browser-Addons ausgespäht werden.

Die Preisträger: Elisa Simantke und Harald Schumann, Jasmin Klofta und Erich Moechel.

Mit Hilfe einer Scheinfirma gelang es den Reportern, an rund drei Millionen deutsche Surfprofile zu kommen. Die Daten erhielten sie als kostenloses Sample. Die Analyse der Daten zeigte, dass sich etliche Deutsche in dem Sample befandendie keine Ahnung hatten, dass jede ihrer Netzbewegungen mitgeschnitten, gespeichert und verkauft werden. Darunter auch: Bundespolitiker, Europa-Politiker oder wichtige Amtsträger wie Polizisten oder Richter.

Die Jury begründet ihre Entscheidung mit der Aufdeckleistung der Journalistinnen: "Der Beitrag zeige die Tragweite des Problems und biete gleichzeitig auch praktische Lösungsansätze. Durch die ungewöhnliche Form haben die Journalistinnen die Ergebnisse erlebbarer werden lassen."

Am Projekt arbeiteten zudem die NDR Kollegen Kian Badrnejad, Stefanie Helbig und Jan Lukas Strozyk mit. Die Ergebnisse der Recherche wurden unter anderem veröffentlicht bei Panorama (ARD), Panorama 3 (NDR), Zapp (NDR), tagesschau und tagesthemen.

Die Preisverleihung fand am Montag in Hamburg im Rahmen der Ringvorlesung "Daten, Algorithmen, Kontrolle der Zukunft" statt. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird vom Webmagazin Telepolis gestiftet.